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Der Römerkanal-Wanderweg/Die Römische Eifelwasserleitung nach Köln

Die Eifelwasserleitung nach Köln war mit 95,4 km einfacher Trassenlänge eine der längsten Fernwasserleitungen im Imperium Romanum. Sie versorgte vom 1.-3.Jahrh.n.Chr. die Colonia Claudia Ara Agrippinensium/Köln, die Provinzhauptstadt Niedergermaniens, mit qualitätvollem Trinkwasser. Die Leitung war gleichermaßen Ausdruck gehobenen Lebensstands wie das Ergebnis perfekten technischen Könnens. Die Wasserversorgung des antiken Köln war in mehreren Schritten ausgebaut worden. Schon in der 1.Hälfte des 1.Jahrh. hatte aus mehreren Quellen am Vorgebirgsrand schöpfenden Wasserversorgung bestanden, die aber die Versorgung der Stadt in ihrer ersten Blütezeit weder qualitativ noch mengenmäßig sicherstellen konnte. Deshalb hat man vermutlich schon gegen Ende des 1.Jahrh.n.Chr.die Leitung aus der Eifel gebaut. Das Eifelwasser entsprach nicht nur den Qualitätsansprüchen der römischen Bewohner Kölns, auch der Geschmack dieser Zeit wurde vom kalkhaltigen Wasser aus den Quellen in Gebiet der Sötenicher Kalkmulde getroffen. Deshalb erschloss man zuerst die drei Quellen bei Kallmuth, Urfey und Dreimühlen: in einer zweiten Bauphase erweiterte man dieses System durch einen zum ”GrünenPütz” ins Urfttal führenden Leitungsstrang. Die Eifelwasserleitung war als reine Gefälleleitung konzipiert worden. Die außergewöhnliche technische Leistung bei der Planung und Bau dieses antiken Grossprojektes wird besonders deutlich in der Überwindung der Rhein-Maas-Wasserscheide, in der Ausfahrung der Täler von Erft und Swistbach zwecks Erreichung des Villerückens und im Bau der großen Aquäduktbrücken über die Erft (ca.550m lang) und den Swistbach (ca1400 m lang). Mit einer Tagesleistung von rund 20.000 m³ Trinkwasser ist die Eifelwasserleitung nach Köln ein exemplarisches Beispiel für die Infrastruktur einer antiken Stadt. Obwohl auch das mittelalterliche Köln der Wasserversorgung im großen Stil bedurfte, hat man die Eifelwasserleitung in nachrömischer Zeit nicht wieder instand gesetzt. Statt dessen benutzte man den Römerkanal seit karolingischer Zeit, besonders aber im 11.-13.Jahrh.als Steinbruch, um Baumaterial zu gewinnen. Besonders begehrt war die Kalkablagerung, der Kalksinter, aus dem sich marmorähnliche Säulen, Altarplatten usw. herstellen ließen.

Quelle: Klaus Grewe-Der Römerkanal-Wanderweg, Ein archäologischer Wanderführer, DCM-Verlag

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Der Römerkanal-Wanderweg von Nettersheim nach Köln in google maps

Gorgone

Baudaten

Teilstücke

Teilstücke des Römerkanals als Denkmal

Steinbruch

mittelalterlicher Steinbruch Römerkanal

Wasserleitung von N nach K

Video Römerkanal

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