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Naturschutzzentrum
Naturschutzzentrum
     Naturschutzzentrum Nettersheim
1         km 0,0
Das Naturerlebnisdorf Nettersheim bietet seinen Besuchern in seinem Naturschutzzentrum (Eintritt frei) einen Einblick in die Geschichte der Eifel, von der Steinzeit bis in unsere Gegenwart. Man kann sich hier  über das römische Leben in der der Eifel informieren, und bekommt einen guten Überblick über den Römerkanal. Der beste Startpunkt den Römerkanal-Wanderweg zu erwandern ist hier.
 
Der Römerkanal-Wanderweg ist auf seiner gesamten Strecke mit diesen Wegweisern         
                  
ausgeschildert.

Anlaufpunkte mit Kilometerangaben sind hier grün beschrieben.

plus

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Teilstück

Römerkanalteilstück im Nettersheimer-Naturschutzzentrum

Das hier gezeigte sehr gut erhaltene Teilstück des Römerkanals stammt aus Breitenbenden, wo die Eifelwasserleitung einem strassentechnischen Brückenbau weichen musste. An diesem Teilstück kann man alles über die Bauweise des Kanals erfahren, z.B. den Aufbau der aus Beton gegossenen Leitungssohle, des Gewölbeaufbaues, und entgegen sonst üblicher Innenputzes haftet die Kalkablagerung direkt auf dem Mauerwerk. Außerdem sieht man die Abdrücke der Innenschalung die beim Bau des Gewölbes benutzt wurde.


Quellfassung
Quellfassung Grüner Pütz
2a         km 3,5
Die vier Stränge der Eifelwasserleitung nach Köln wurden sämtliche aus Quellfassungen gespeist, wobei die Methoden der Wasserfassung dem jeweiligen Wasservorkommen angepasst waren. Hier am Grünen Pütz ist der römische Baubefund besonders anschaulich präpariert worden: In einer 80 Meter langen Sickerung, deren bergseitige Wangen ohne Mörtel, also wasserdurchlässig gebaut worden ist, kann das aus dem Hang quellende Wasser eindringen. Das Kopfende dieser 0,4 Meter Breite und 0,7 bis 1,0 Meter Höhe messenden Sickerleitung ist als kleines Becken ausgebaut worden; die Leitung ist mit der Bruchsteinplatten abgedeckt und führt das Wasser auch heute noch der Brunnenstube zu. Zur Frostsicherung war die gesamte Quellfassung mit Erdreich überdeckt
 
Quelle: Klaus Grewe/Der Römerkanal-Wanderweg, Ein archäologischer Wanderführer, DCM-Verlag

grüner Pütz
grüner Pütz
grüner Pütz
Quellfassung Grüner Pütz 2b
2b         km 3,6
Die Brunnenstube Grüner Pütz war das Bindeglied zwischen der als Sickerleitung angelegten Quellfassung und der nach Köln führenden Wasserleitung. Zwei kleine Durchbrüche in den Sandsteinblöcken des 1,93 x 1,86 Meter messenden Fundamentes liessen zusätzliches Quellwasser eindringen. Der Schwellstein am Beginn der Wasserleitung bewirkte eine kleine Aufstauung des Wassers in der Brunnenstube, wodurch eine Beruhigung und Klärung des Wassers erreicht wurde.  Auf dem Sandsteinfundament waren die Wände der Brunnenstube mit Grauwackehandquadern aufgemauert. Den oberen Abschluss der Seitenwände bildete eine halbrund gearbeitete Sandsteinbekrönung, die in den Ecken der nach oben offenen Brunnenstube mit Gorgonen-Häuptern versehen war; dadurch gedachte man Unheil von der Quelle abzuwenden.  Der archäologische Befund ist 1975 präpariert worden, dabei wurden das erhalten gebliebene Fundament restauriert und das aufgehende Mauerwerk rekonstruiert; die seitliche Maueröffnung lässt einen Einblick in die Funktionsweise der Brunnenstube zu.
 
Quelle: Klaus Grewe/Der Römerkanal-Wanderweg, Ein archäologischer Wanderführer, DCM-Verlag

 am grüner Pütz
Aufschluss der römischer Eifelwasserleitung
3         km 3,7
Die Eifelwasserleitung in ihrer ursprünglichen Lage. Ein Einsturz des Gewölbes macht den Einblick in die auch heute noch Wasser führende Rinne möglich: Sohle und Wangen sind in diesem Leitungsabschnitt aus Beton gegossen worden; die Abdeckung wurde danach aus Bruchstein in Mörtel über einem Lehrgerüst gesetzt. Zur Frostsicherung lag die gesamte Leitung ehemals unterirdisch. Das in der Leitung geführte Wasser fliesst heute jenseits des Bahndammes in die Urft.  
Die Innenmaße der Rinne betragen: Breite = 0,50 Meter, Höhe = 0,90 Meter.

Quelle: Klaus Grewe/Der Römerkanal-Wanderweg, Ein archäologischer Wanderführer, DCM-Verlag


Urfttal

 Im Urfttal

Trasse der römischen Eifelwasserleitung
4         km 4,2
Der durch den Bau der Eifelwasserleitung verursachte Eingriff in das Gelände ist an vielen Stellen auch nach fast 2000 Jahren noch gut zu erkennen. Abschliessende Baumaßnahmen nach der Fertigstellung der Wasserleitung war die Überdeckung des Bauwerkes mit Erdreich, um eine Frostsicherung herzustellen.   In der vor uns liegenden Weide ist die Trasse der Eifelwasserleitung, die sich im Bogen bis zum Waldrand zieht, als leichte Geländetrasse zu erkennen.

Quelle: Klaus Grewe/Der Römerkanal-Wanderweg, Ein archäologischer Wanderführer, DCM-Verlag


Urfttal
Reste der Aquäduktbrücke über die Urft
5         km 5,0
Im Scheitelpunkt der fast geschlossenen Urftschleife wechselt die römische Wasserleitung von der linken zur rechten Seite des Urfttales hinüber. An dieser Stelle ist die Urft durch ein Wehr aufgestaut, um Wasser für einen alten Mühlengraben abzuzweigen. Es ist denkbar, dass man beim Bau dieses Wehres die Reste der römischen Aquäduktbrücke mitbenutzt hat. Da das Wehr zwischenzeitlich mehrfach zerstört und wiederaufgebaut wurde, ist ein möglicher römischer Ursprung nicht mehr feststellbar.

Durch die dichte Bewaldung an dieser Stelle, ist der Blick auf das Wehr  etwas getrübt!

Quelle: Klaus Grewe/Der Römerkanal-Wanderweg, Ein archäologischer Wanderführer, DCM-Verlag


Kall Urft
Aufschluss der römischen Eifelwasserleitung Kall-Urft
6         km 6,0
Beim Ausbau eines Wirtschaftsweges wurde dieses ca. 80 Meter lange Stück der Eifelwasserleitung freigelegt; dabei stürzte ein Teil des Gewölbes ein. Der Blick in das Leitungsinnere zeigt die Gussbetonrinne die auf der Sohle und den Wangen mit einer dünnen Schicht von rötlichem Wasserputz (Opus signinum) bestrichen ist. Der Putz hatte bei seiner Anmischung durch einen Zuschlag von zerstoßenen Ziegelsteinen seine hydraulische Wirkung erhalten und sorgte auf diese Weise für die Dichtigkeit der Leitung.

Dalbenden
Aufschluss des Römerkanals bei Urft, Burg Dalbenden
7         km 6,9
Die Konzeption der Eifelwasserleitung als reine Gefälleleitung erforderte, dass jedes Seitental der Trasse ausgefahren und jeder Berg umrundet wurde. In Einzelfällen konnten davon allerdings abgewichen werden: Um vor der schwierig zu überwindenden Wasserscheide zwischen Maas und Rhein möglichst sparsam mit der zur Verfügung stehenden Energiehöhe umzugehen, wurden dieses kleine Trockental (Siefen) im steilen Nordhang des Urfttales auf geradem Weg durchfahren. Zu diesem Zweck tritt die Leitung für ein kurzes Stück aus ihrem unterirdischen Verlauf an das Tageslicht. Ein Durchlass mit lichter Weite von 0,9 Meter sorgt an dieser Stelle für einen Schutz des Bauwerkes vor Unterspülung. Die bei Regen oder Schneeschmelze anfallenden Oberflächenwasser werden unter der Leitung abgeführt.

Quelle: Klaus Grewe/Der Römerkanal-Wanderweg, Ein archäologischer Wanderführer, DCM-Verlag

Die drei Fotos unten zeigen noch zwei weitere Kanalaufschlüsse die  in direkte Nähe des oben beschriebenen Aufschlusses zu finden sind. Auf dem Bild unten rechts, kann man im Hintergrund sehr gut erkennen, dass der Kanal hier nach links abbiegt, und dass der Innenputz (Opus signium ) an beiden Wangen bis zum Gewölbeanfang reicht.

Dalbenden
Dalbenden Dalbenden

Lafarge

Aufschluss der römischen Eifelwasserleitung im Zementwerk Lafarge bei Kall-Sötenich.

Bereits die Römer bauten in der Sötenicher Kalkmulde Kalkgestein zur Herstellung von Kalkmörtel ab, der auch zum Bau der römischen Eifelwasserleitung nach Köln genutzt wurde. 1895 gründete Hermann Schulz das erste Kalkwerk in Sötenich. 1998 wurde das Werk von Lafarge Zement GmbH übernommen. Der Römerkanal durchfuhr auch das Gelände des Zementwerkes, musste aber dem Abbau von Kalkgestein weichen. Abseits in einem Hang findet man einen wieder hergerichteten Aufschluss der Wasserleitung nach Köln ( Bild links ).

Dieser Aufschluss befindet sich auf dem Gelände des Kalkwerkes, und ist der Öffentlichkeit nicht zugänglich.


Sötenich
Sötenich
Aufschluss der römischen Eifelwasserleitung bei Kall-Sötenich
8         km 11,0
Die Trasse der Eifelwasserleitung hat die Ortschaft Sötenich in weitem Bogen umfahren. Dort wurde sie bei Baumaßnahmen wiederholt angetroffen. Am Sötenicher Ehrenmal verlässt die Trasse nun wieder die freie Feldflur. Durch den Schutz des Waldes ist die Leitungstrasse in ihrem anschließenden Verlauf über lange Strecken erhalten; ihre Reste sind aber trotz vieler Geländemerkmale und Aufschlüsse vom Laien nur schwerlich aufzufinden. Der Aufschluss am Sötenicher Ehrenmal ist durch den Einsturz des Gewölbes entstanden und lässt einen guten Einblick in das Leitungsinnere zu. Lichte Weite 0,60 Meter, lichte Höhe 1,00 Meter.

Quelle: Klaus Grewe/Der Römerkanal-Wanderweg, Ein archäologischer Wanderführer, DCM-Verlag


Trasse der römischen Eifelwasserleitung Kall-Sötenich
9         km 11,6
Da die Urft nicht im Einzugsbereich des Rheines liegt, musste die als Gefälleleitung konzipierte Eifelwasserleitung aus dem Urfttal heraus über die Maas-Rhein-Wasserscheide in Richtung Köln geführt werden. Das erforderte, die Trasse mit möglichst schwachem Gefälle im Talhang zu führen. Durch die Absteckung eines Minimalgefälles von 0,1 Prozent hat die Leitung unterhalb dieses Standpunktes bereits 30 Meter an Höhe über dem Talgrund gewonnen. Der Trassenverlauf liegt 70 Meter von diesem Standort im Talhang. 

Durch die starke Bewaldung ist von diesem Standort der archäologische Befund nicht zu erkennen.


Trasse der römischen Eifelwasserleitung Kall-Keldenich
10         km 14,4
Blick auf die Rhein-Maas-Wasserscheide, die nordwestlich von diesem Standort in etwa mit dem Verlauf der Landstraße 206 identisch ist. Sämtliche Oberflächenwasser westlich dieses Scheitels fließen über die Urft in die Maas, östlich davon über die Erft in den Rhein. An der tiefsten Stelle der Landstraße 206, dort wo diese die Bahnlinie Köln–Trier kreuzt, überquert die Trasse der Eifelwasserleitung die Wasserscheide. Die Überwindung dieser Wasserscheide mit einer nur ihrem Gefälle folgenden Wasserleitungstrasse war eine der schwierigsten Aufgaben der römischen Ingenieure bei ihrem Eifelprojekt. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass auch mit modernen Planungsunterlagen keine andere Linienführung möglich wäre.
Kall-Keldenich

Klausbrunnen Kallmuth
Klausbrunnen Kallmuth
Klausbrunnen Kallmuth

Von Kallmuth bis Vussem

Brunnenstube Klausbrunnen  Mechernich-Kallmuth
11           km 18,0
In der Kallmuther Brunnenstube befinden wir uns am Kopfende eines der drei Wasserleitungszweige, die in der ersten Bauphase der Eifelleitung (Ende 1 .Jahrh. n. Chr.) gebaut worden sind. Die beiden anderen Zweige beginnen an den Quellen bei Urfey und Dreimühlen.Das Sammelbecken mit den Grundrissmaßen von 3,5 m x 5,8 m ist mit seinem Fundament bis in die ehemals Wasser führende Schicht in das Erdreich eingetieft worden. Das Quellwasser konnte durch die torartigen Öffnungen in den Sandsteinblöcken sowie durch die mörtellos gesetzten Steinlagen in das Becken eindringen. Die aus Grauwacken gesetzten Stürze und Bögen über diesen losen Steinlagen fangen den Druck der aufgehenden Mauerwerks ab. Der obere Rand des Beckens war mit halbrunden Sandsteinen abgedeckt; das Becken war nach oben offen. Unterhalb des Klausbrunnens ist der in einer zweiten Bauphase errichtete Leitungszweig aus dem Urfttal angeschlossen worden. Das Wasser vom Grünen Pütz, das nicht höhengleich auf die vorhandene Leitung am Klausbrunnen traf, wurde vor dem Anschluss durch ein kleines Tosbecken geführt, um die zerstörerische Kraft des Wassers an einer Sollstelle zu vernichten und um dadurch Beschädigungen am Kanalmauerwerk zu vermeiden.

Quelle: Klaus Grewe/Der Römerkanal-Wanderweg, Ein archäologischer Wanderführer, DCM-Verlag


 Aquäduktbrücke Vollem
Aquäduktbrücke bei Mechernich-Vollem
11a         km 19,2
Bei Mechernich-Vollem finden Sie eine nahezu original erhaltene Aquäduktbrücke die die Eifelwasserleitung über den Kallmuther-Bach führte. Die Leitung mit einer Weite von 0.42 Meter und 0,50-0,52 Meter lichter Höhe war mit Sandsteinplatten abgedeckt und ist im inneren rundherum versintert. Der Grabungsbefund lässt den Schluss zu, dass dieses Leitungsstück  noch aus der ersten Bauphase der Eifelwasserleitung stammt. Die Leitung war wahrscheinlich nur für die Wassermenge des Klausbrunnens konzipiert und wurde nach Anschluss des Grünen Pütz bei Nettersheim voll ausgenutzt, woraus die komplette Versinterung der Leitung resultiert.

Zu finden ist das Aquädukt, von Vollem aus in Richtung Kallmuth an der Urfeyer Str.


Trasse der römischen Eifelwasserleitung bei Mechernich-Urfey
12         km 19,4
Dieser Standort ermöglicht einen guten Einblick in das Tal des Urfeyer Baches, das hier fast rechtwinklig auf das Tal des Kallmuther Baches trifft. Wie am Klausbrunnen sind auch die Quellen oberhalb von Urfey schon in römischer Zeit für die Wasserversorgung Kölns genutzt worden.

Die in diesen beiden Quellgebieten beginnenden Freispiegelleitungen hatte man im Schnittpunkt der beiden Talachsen zusammengeführt, um das Wasser in einer entsprechend größer dimensionierten Leitung zum Sammelbecken Eiserfey zu transportieren. Kurz vor ihrem Treffpunkt mit der Urfeyer Leitung überquerte der vom Klausbrunnen kommende Strang den Kallmuther Bach auf einem massiven Brückenbauwerk (Punkt 11a).

Punkt 12

Trasse der römischen Eifelwasserleitung bei Mechernich-Eiserfey
13         km 20,6
In Eiserfey vereinigte sich die von Kallmuth/Urfey kommende Leitung mit dem von den Hausener Benden bei Dreimühlen herführenden Leitungsstrang.

Dieser Standort ermöglicht einen guten Überblick über eine Geländesituation, die sich auch schon den römischen Ingenieuren in dieser Weise gestellt haben dürfte: Im Schnittpunkt zweier Talachsen musste die Trasse der Wasserleitung verzweigt werden, um in zwei verschiedenen Quellgebieten das Wasserdargebot ausschöpfen zu können.

Quelle: Klaus Grewe/Der Römerkanal-Wanderweg, Ein archäologischer Wanderführer, DCM-Verlag

Punkt 13

Sammelbecken Eiserfey
Sammelbecken Eiserfey
Sinterkalk
Römerkanal-Sammelbecken und Kanalaufschluss bei Mechernich-Eiserfey
13a         km 21,0
Im Jahre 1959 wurde in Mechernich-Eiserfey im Rahmen einer archäologischen Ausgrabung ein wichtiges Bauwerk des Römerkanals freigelegt. Es handelte sich um das ein Sammelbecken, das die Zuläufe aus Mechernich-Urfey und Dreimühlen zusammen führt. Von diesem Sammelbecken aus beginnt die Hauptleitung des Römerkanals in Richtung Köln. Seit 2005 ist dieses Baudenkmal ein sehenswertes Ziel auf dem Römerkanal-Wanderweg.

Sie finden dieses Teilstück des Römerkanals  in Mechernich-Eiserfey, aus Richtung Mechernich kommend an  der B447 kurz hinter dem Ortseingang links gegenüber einer Gaststätte.

Bild links zeigt einen Sinterstein aus dem Römerkanal


Aufschluss Eiserfey
Aufschluss der römischen Eifelwasserleitung bei Mechernich-Eiserfey
14         km 21,4
Beim Ausbau des Weges wurde erstmals unterhalb des Eiserfeyer Sammelbeckens die Hauptleitung der Eifelwasserleitung nach Köln angeschnitten. Der Befund ist 1959 archäologisch untersucht worden, dabei ergab sich mit 0,6x1,5 Meter lichte Weite ein etwas von der Regel abweichendes Profil der Leitung. Heute nicht mehr sichtbar ist die das Kanalbauwerk bergseiteig begleitende Dränage aus losen Grauwacke-Bruchsteinen. Durch diese Dränage war verhindert worden, dass Oberflächenwasser vom Hang in die Leitung durchsickern konnte. Dieses zusätzliche konstruktive Element in Fernleitungsbau, durch das eine Verunreinigung des Quellwassers auf seinem langen Transportweg verhindert werden sollte, war allerdings nur in bergigem Gelände zweckmäßig; wir finden derartige Dränagen deshalb nur in Hanglagen der Trasse.

Quelle: Klaus Grewe/Der Römerkanal-Wanderweg, Ein archäologischer Wanderführer, DCM-Verlag


Aquädukt Vussem
Aquädukt Vussem
Vussem
Aquäduktbrücke Mechernich-Vussem
15         22,4
Zum Zwecke der Überquerung eines Namenlosen Seitentales des Veybaches (Altenbaches) errichteten die römischen Ingenieure eine relativ aufwendige Brücke für die Eifelwasserleitung nach Köln. Die archäologischen Ausgrabungen von 1959, nach denen zwei Bogenstellungen rekonstruiert worden sind, liessen das Bild einer 80 Meter langen, aus zehn bis zwölf Pfeilern bestehenden Aquäduktbrücke nachzeichnen, auf welcher das Wasser in 10 Meter Höhe über den Talgrund geführt wurden. Der Originalbefund ist in den wieder aufgebauten Pfeilern teilweise noch gut zu erkennen: Es handelt sich um das unregelmässige Mauerwerk, das ehemals zu den Pfeilerfundamenten gehört. Anschliessend an die Aquäduktbrücke ist unter Wald die vorzüglich erhaltene römische Arbeitstrasse mit dem teilweise zerstörten Trinkwasserkanal zu sehen. Auch ein ehemaliger Einstiegschacht ist in Resten erkennbar erhalten geblieben.

Quelle: Klaus Grewe/Der Römerkanal-Wanderweg, Ein archäologischer Wanderführer, DCM-Verlag

Im Bild links  sieht man einen Aufschluss der Eifelwasserleitung der sich unmittelbar hinter der oben beschriebenen Aquäduktbrücke befindet. 


Punkt 16
Trasse der römischen Eifelwasserleitung bei Mechernich-Vussem
16         km 23,1
Der beim Bau der römischen Eifelwasserleitung verursachte Geländeeingriff hat natürlich seine sichtbaren Spuren hinterlassen. Besonders unter Wald hat sich die römische Arbeitsterrasse meist gut erhalten können, während sie in der freien Feldflur durch die landwirtschaftliche Nutzung in nachrömischer Zeit auf weite Strecken eingeebnet worden ist.
Im ausgeprägten Trassenbogen, mittels dessen unterhalb dieses Standortes das Seitental des Meinbaches ausgefahren wurde, ist der Verlauf der römischen Wasserleitung an einer schwachen Geländeterrasse in der Weide zu verfolgen. Besonders gut ist dieses Geländemerkmal bei schräg einfallendem Licht zu erkennen. Die Linienführung dieser Talausfahrung ist aber auch in der heutigen Wegführung erkennbar, denn diese folgt in etwa der Trasse der römischen Wasserleitung.

Aufschluss Breitenbenden

In der Umgebung von Breitenbenden

Römische Funde bei Mechernich-Breitenbenden
17         km 25,0
An diesem Leitungsaufschluss bei Mechernich-Breitenbenden kann man  die Abdrücke der Schalung des Lehrgerüstes noch gut erkennen.

Bauhof
Bauhof

Bauhof an der Römischen Wasserleitung

Gebäudekomplex (1.-3.Jahrh. n. Chr.)

Entdeckung:   Bei den Vorarbeiten zum Ausbau der Landstrasse 165 entdeckte man 1978 umfangreiche römische Baureste. Sie lagen genau im zunächst geplanten Straßenverlauf und wurden 1979/80 ausgegraben. Dank verständnisvoller Zusammenarbeit aller Beteiligten konnte durch Verschiebung der Trasse um 12m nach Nordwesten und Errichtung einer Stützmauer (1980/81) wesentliche Teile erhalten und 1981/82 baulich gesichert werden.

Datierung/Zweckbestimmung: Die Zeitstellung von drei Bauwerken reicht aufgrund von Kleinfunden ( Keramik,Glas,,Nägel,Werkzeug und andere Metallreste) vom Ausgang des 1.bis zum Ende des 3. Jahrhunderts n. Chr..Zur Zweckbestimmung sind unterschiedliche Aussagen möglich: Nach den Befunden konnten die Bauten durchaus als Teil eines Landgutes (einer ,,Villa rustica”) interpretiert werden. Die unmittelbare Nähe zur Eifelwasserleitung nach Köln dürfte jedoch mit der Nutzung als privates Anwesen kaum vereinbar gewesen sein. Daher ist als wahrscheinlich anzusehen, dass die Gebäude der Bleihecke zur öffentlichen technischen Einrichtung der Wasserleitung in Beziehung stand. Gerade die problematischen Kanalstecken im Krebsbach-Talhang erforderten schon beim Bau und wohl auch in der folgenden Betriebszeit feste Einrichtungen für die dauernde Überwachung und Instandhaltung. Daher ist nicht abwegig, die Anlage als römische,, Kanalmeisterei” zu bezeichnen.

Quelle: Klaus Grewe/Der Römerkanal-Wanderweg, Ein archäologischer Wanderführer, DCM-Verlag


Wasserwerk
Wasserwerk
Baumaterial aus der röm. Eifelwasserleitung
18         km 25,4
Beim Bau des Breitenbendener Wasserwerkes im Jahre 1930 besann man sich einer mittelalterlichen Tradition und verwendete ein aus dem Römerkanal gebrochenes Stück Kalksinter als Baumaterial. Durch den Einbau einer Kalksinterplatte über dem Eingang gedachte man eine Brücke zu schlagen von der Wasserversorgung in römischer Zeit bis in unsere Tage. Die über der Sinterplatte angebrachte Inschrift stellt diesen Bezug allerdings etwas abstrakt dar, denn die Kalksinterablagerung in der Leitung war für die Römer eine eher lästige Nebenerscheinung beim Transport des kalkhaltigen Eifelwassers. Der Sinter wurde als Marmorersatz erst im Mittelalter zum begehrten Rohstoff beim Bauen. Zweifelsohne waren aber die Quellen in römischer Zeit unter den Schutz der Götter gestellt, das Gorgonenhaupt am Grünen Pütz bei Nettersheim ist ein Zeugnis davon.

Quelle: Klaus Grewe/Der Römerkanal-Wanderweg, Ein archäologischer Wanderführer, DCM-Verlag


Aufschluss Breitenbenden
Aufschluss Breitenbenden
Aufschluss der römischen Eifelwasserleitung
19a         km 26,4
Ein längerer Abschnitt der Eifelwasserleitung nach Köln musste beim Bau des nördlichen Widerlagers der Krebsbachleitung-Brücke der L165 weichen. In kurze Teilstücke zerlegt, wurde die Leitung an verschiedenen Orten der Rheinlandes wiederaufgebaut. Somit ergibt sich nun auch abseits des Trassenverlaufes der Wasserleitung Gelegenheit - z.B. beim heimat-oder technikgeschichtlichen Unterricht- den Schülern einen Einblick in die Ingenieurbaukunst der römischen Zeit zu geben: 3 Teilstücke aus Breitenbenden sind allein in Köln wiederaufgebaut worden, weitere befinden sich heute u.a. in Bonn, Brühl, Nettersheim und Rheinbach. Der hier einzusehende Aufschluss ist durch den o.b.Ausbruch entstanden. Er gibt Einblick in die in diesem Baulos angewendete Mauertechnik: Aufmauerung der Leitungswangen nach dem Prinzip der, verlorenen Schalung’ und Abdeckung der Rinne durch ein Gewölbe. Die bergseitig angelegte Drainage leitete Oberflächenwasser vor dem Bauwerk nach unten ab. Der Einstiegschacht diente Inspektionszwecken.

Quelle: Klaus Grewe/Der Römerkanal-Wanderweg, Ein archäologischer Wanderführer, DCM-Verlag


Einstiegsschacht
Einstiegsschacht
Einstiegsschacht
Aufschluss der römischen Eifelwasserleitung
19b         km 26,5
Im Nordhang des Krebsbachtales finden wir im Verlauf der Eifelwasserleitung aussergewöhnlich zahlreiche Einstiegschächte vor. Das mag mit geologischen Problemen zusammenhängen, die den Bau der Leitung möglicherweise erschwert haben. Die Schächte dienten zum Einstieg von Inspektoren und Reparaturtrupps; eine Reparaturstelle konnte nur wenig oberhalb dieses Aufschlusses archäologisch nachgewiesen werden.  Der hier einzusehende Einstieg ist das besterhaltene Exemplar aus dem gesamten Leitungsverlauf. Deutlich sichtbar ist der sauber gemauerte Abschluss des Gewölbes, über dem zwei Schachtwände hochgezogen worden sind. Die Seitenwände des Schachtes sind bündig mit den Kanalwangen angelegt.  Die Zweckbestimmung des kleinen Gebäudes, dessen Reste mit Treppenzugang südlich dieses Leitungsaufschlusses zu sehen, ist nicht klar zu deuten. Möglicherweise handelt es sich um einen Kellerraum, der zu den nördlich der Wasserleitung liegenden römischen Gebäuden gehört haben können, oder aber um die Reste eines dem Schutz der Wasserleitung dienenden kleinen Tempelchens, wie wir es aus Euskirchen-Kreuzweingarten kennen.

Quelle: Klaus Grewe/Der Römerkanal-Wanderweg, Ein archäologischer Wanderführer, DCM-Verlag


Aufschluss 19c
Aufschluss der römischen Eifelwasserleitung
19c         km 26,6
Die Trassenführung einer römischen Wasserleitung gleicht bei näherer Betrachtung keiner gleichmässig gewundenen Linie, sondern sie ist aus vielen nur wenige Meter langen geraden Stücken zusammengesetzt. Diese polygonale Linienführung ist durch die Verwendung der Schalbretter beim Guss der Betonwangen und beim Setzen des Gewölbes über einem Lehrgerüst entstanden. Besonders im kurvenreichen Trassenverlauf in den Tälern der Eifel ist diese baubedingte Eigenart gut zu erkennen. Dieser Aufschluss ist durch Einsturz des Gewölbes entstanden, wodurch das Leitungsinnere von oben einsehbar ist. Die durch das o.g. Verfahren verursachten Knicke in der Linienführung werden hier besonders deutlich.  Die nördlich an diesem Aufschluss anschliessenden Gebäudereste sind ebenfalls römischen Ursprungs. Die Zweckbestimmung dieser Gebäude war bei der archäologischen Ausgrabung nicht zu ermitteln, aber es ist nicht abwegig, hierin eine Art Betriebshof für die Eifelwasserleitung zu sehen.

Quelle: Klaus Grewe/Der Römerkanal-Wanderweg, Ein archäologischer Wanderführer, DCM-Verlag


Aufschluss Breitenbenden
Aufschluss Breitenbenden

Aufschluss bei Breitenbenden

Dieser sehr schöne Aufschluss der Eifelwasserleitung finden sie bei Mechernich-Breitenbenden. Im inneren des hier gezeigten Kanalabschnittes ist deutlich zu erkennen, dass der Kanal im Hintergrund nach rechts abbiegt.


 Mechernich bis Kreuzweingarten

Trasse der römischen Eifelwasserleitung im Mechernicher Wald
20/21         km 29,2-29,7
Auch im Mechernicher Wald wurde der mittelalterliche Steinraub weitläufig durchgeführt. Zeugnis dieser mittelalterlichen Steinbruchtätigkeit sind die langen Ausbruchgräben, die wir heute noch im Trassenverlauf der römischen Eifelwasserleitung auffinden können. Dabei wurde auch die römische Arbeitsterrasse ein zweites Mal benutzt, dieses Mal für den Abtransport des Steinmaterials. Hier im Hombusch ist der Ausbruchgraben besonders gut zu verfolgen.

Ausbruchgraben
Ausbruchgraben
Trasse der römischen Eifelwasserleitung im Mechernicher Wald
22/23/24         km 29,9-30,8
Im Mechernicher Wald gab das Auffinden von zwei nebeneinander verlaufenden Ausbruchgräben der römischen Eifelwasserleitung zunächst einige Rätsel auf, die aber im Zuge einer archäologischen Untersuchung im Jahre 1980 geklärt werden konnten. Die Ursache hierfür lag in Schwierigkeiten, die sich den römischen Ingenieuren beim Durchstich des Bergrückens ,,Grüner Winkel” vor Lessenich ergeben hatten. Da die Leitung in den Anschlussbaulosen bereits betriebsfertig gewesen war, kam es in diesem Baulos zu einer Zwischenlösung, um die Wasserversorgung Kölns vorzeitig in Betrieb nehmen zu können: Man verlegte im Baugraben bis zum Grünen Winkel eine provisorische Leitung, die man vor dem Berg abknicken ließ und um diesen herumführte. Nun wurde parallel zur ursprünglichen Trasse ein zweiter Graben ausgehoben und in diesem die Steinleitung gebaut; diese ist dann auch durch den schließlich  fertiggestellten Durchstich geführt worden. Heute sind im Gelände zwei Gräben zu sehen, da die provisorische Leitung schon von den Römern wieder ausgebaut worden ist, während der Steinkanal ein Opfer mittelalterlicher Steinbruchtätigkeit wurde. 

Bemerkenswert ist die Feststellung, dass sich die Trassen beider Leitungen bei Bachübergängen jeweils vereinigen. Hierin kann ein weiterer Hinweis darauf gesehen werden, dass die Brücken im Verlauf einer Wasserleitung als selbstständige Bauwerke vorab errichtet worden waren. 

Quelle: Klaus Grewe/Der Römerkanal-Wanderweg, Ein archäologischer Wanderführer, DCM-Verlag


Ausbruchgraben
Trasse der röm. Eifelwasserleitung bei Mechernich- Lessenich, Am Grünen Winkel
25         km 31,6
Beschreibung wie unter Nr. 22/23 und24.
In der Weide unter dem lichten Kiefernwald vor diesem Standort ist als Geländemerkmal der schwach ausgeprägte Graben der provisorischen Leitung zu sehen. Wir befinden uns hier im Scheitelpunkt der Umfahrung des Bergrückens; der Durchstich für den Steinkanal erfolgte ca. 300 Meter von hier.

Ausbruchgraben-Lessenich
Ausbruchgraben der römischen Eifelwasserleitung bei Lessenich, Sportplatz
26         km 33,2
Da die Eifelwasserleitung im mittelalter lange als Steinbruch gedient hat, ist der Verlauf der Leitung nur noch an den Ausbruchsgräben an Ort und Stelle zu erkennen.

Zeugnis dieser mittelalterlichen Steinbruchtätigkeit sind die langen Ausbruchgräben, die wir heute noch im Trassenverlauf der Wasserleitung auffinden können. Der schräg durch die Weide führende Graben könnte auf den ehemaligen Verlauf der römischen Wasserleitung hindeuten.


Trasse der römischen Eifelwasserleitung bei Mechernich-Antweiler
27         km 35,8
Hinter Antweiler ist die Trasse der römischen Eifelwasserleitung  nun  endgültig  vom  Einzugsbereich des Veybaches in das Erfttal übergewechselt (Wasserscheide bei 248 m ü. NN). Auch diese kleinen Was-  serscheiden haben den römischen Ingenieuren bei der  Planung einer nur dem Gefälle folgenden Leitung ihre Schwierigkeit bereitet, denn sie mussten mit sparsamem Gefälle gemeistert werden.

Die Trasse der Eifelwasserleitung verläuft etwa 50 Meter parallel zur Kreisstraße 24; in den frisch gepflügten Feldern werden häufig Bruchstücke des Kanalmauerwerks gefunden.

Mechernich Antweiler

Kreuzweingarten
Kreuzweingarten  Sinterkalk
Aufschluss der röm. Eifelwasserleitung bei Euskirchen-Kreuzweingarten, Am Römerkanal
28         km 38,5
In diesem sorgfältig hergerichteten Leitungsaufschuss beeindruckt vor allen Dingen die Mächtigkeit der Kalkablagerungsschichten. Diese Sinterschichten lassen eine ununterbrochene Nutzungszeit des Kanals von rund 190  Jahren errechnen. Der versinterte Querschnitt lässt zwar auf der Sohle nur eine lichte Weite von 0,12 Meter offen, aber selbst dieses Profil liess nach hydraulischen Berechnungen eine Tagesleistung von 20.000 Kubikmeter Trinkwasser zu. Die Kanalwangen sind aus Grauwacken gemauert, und das Gewölbe setzt auf  beiden Wangen 0,06 Meter von deren Innenkanten an. Dieser Abstand entspricht dem Raum, der für das Auflegen des Lehrgerüstes für den Bau des Gewölbes benötigt wurde.

Kreuzweingarten
Kreuzweingarten
Aufschluss der röm. Eifelwasserleitung bei Euskirchen- Kreuzweingarten, Sportplatz
29         km 38,9
Im Hochwald südlich des Kreuzweingartener Sportplatzes sind einige Aufschlüsse der Wasserleitung zu sehen. Darüber hinaus ist aufgrund des mittelalterlichen Ausbruchgrabens in diesem Bereich die Kanaltrasse gut zu verfolgen. Nordöstlich des Sportplatzes wird der Abstieg zur Erftniederung von der Trasse recht abrupt genommen, die Leitung hat dort ein Gefälle von ca. 10 Prozent.

Das unmittelbar neben der Leitungstrasse liegende kleine römische Gebäude war schon im Jahre 1928 entdeckt worden, bevor es 1967 archäologisch untersucht werden konnte. Der im Lichten 4,0 x 4,3 Meter große Bau hatte ehemals wohl an drei Seiten Nischen. Dieser Befund könnte die Vermutung erhärten, wonach in diesem Bau ein kleiner Tempel gesehen wird.


Trasse der römischen Eifelwasserleitung bei Euskirchen-Kreuzweingarten, Alter Burgberg
30         km 39,7
Dieser Standort erlaubt einen sehr schönen Überblick über den Verlauf der Trasse der Eifelwasserleitung vor der Überquerung des Erfttales. Die Leitung kommt von Lessenich über Antweiler durch die freie Feldflur und erreicht bei Maria Rast das Waldgebiet ,,Broicher Bruch”. Dieser Hochwald liegt jenseits der Erft, genau unserem Standort gegenüber, und darin befinden sich einige sehr schöne Aufschlüsse des Römerkanals (z.B. die Punkte 28 und 29 ).  Die Höhenverhältnisse der Berghänge beiderseits der Erft zueinander machten einen Talübergang für die Wasserleitung erst bei Rheder möglich. Und selbst dort war noch eine Aquäduktbrücke von 550 Meter Länge und 5 Meter Höhe zu errichten gewesen. Von diesem Bauwerk sind am Ort allerdings keinerlei Reste mehr zu sehen, das Material wurde im Mittelalter abgebrochen, um es ein zweites Mal zum Bauen zu Verwenden.

Quelle: Klaus Grewe/Der Römerkanal-Wanderweg, Ein archäologischer Wanderführer, DCM-Verlag

Aussicht Burgberg Kreuzweingarten

Hardtburg
Hardtburg Stein von Römerkanal
Baumaterial aus der römischen Eifelwasserleitung
31         km 41,2
Die von Wassergräben umgebene zweiteilige Burg stammt aus dem frühen 12. Jahrhundert. Vom Typ her handelt es sich um eine Motte, denn der Haupthügel ist mit dem Aushub des künstlich angelegten Wassergrabens aufgeschüttet worden. In der Hauptburg befindet sich der quadratische Wohnturm, der von einem doppelten Mauerring umgeben ist und durch ein Zwingersystem ehemals nur von der Vorburg aus zu erreichen war.  Bei zahlreichen Kirchen, Klöster und Burgen des Rheinlandes lässt sich als Ursprung für das verwendete Baumaterial eindeutig der ,,Steinbruch Römerkanal” nachweisen. Dieses Material wurde vornehmlich vom 11. bis 13. Jahrhundert verwendet. Auch in der Hardtburg finden wir Reste der römischen Eifelwasserleitung wieder, zu sehen ist allerdings nur ein einziges Bruchstück: In der Südecke des Wohnturmes, etwa in Augenhöhe, ist ein eindeutig zuzuordnendes Stück Kalksinter aus der Eifelwasserleitung verbaut worden

Quelle: Klaus Grewe/Der Römerkanal-Wanderweg, Ein archäologischer Wanderführer, DCM-Verlag


Trasse der römischen Eifelwasserleitung bei Euskirchen-Stotzheim, Hardtwald
32         km 41,9
Nach Überquerung der Erft bei Rheder umrundet die Trasse der Eifelwasserleitung die Hardt und biegt in das Swisttal ein. Durch die Ausfahrung des Swisttales bis Rheinbach/Meckenheim wurde der Bau einer riesigen Aquäduktbrücke über die Swistniederung vermieden, die zur Erreichung des Villerückens zwischen Heimerzheim und Weilerswist zu bauen gewesen wäre. Die Brücke hätte bei Stotzheim beginnen müssen und die imposante Länge von 13 Kilometer bei einer Höhe von rund 30 Meter erreicht. Die verwirklichte Lösung in der Linienführung war wirtschaftlicher, obwohl sie die Trasse um rund 20 Kilometer verlängert hat. 
Am Hardtwald

Gussbetonpfeiler
Laurentius-Brunnen
Laurentius-Brunnen
Stufe aus Kalksinter
Römische Pfeilerreste in Euskirchen-Niederkastenholz, Laurentiusstraße
33         km 43,1
In Kirchheim wurde im Jahre 1977 eine römische Quellfassung entdeckt; die von dieser Wasserfassung gespeiste Leitung konnte bis Niederkastenholz verfolgt werden. Ein Anschluss dieser Leitung an die Eifelwasserleitung nach Köln ist archäologisch nicht nachzuweisen. Wahrscheinlicher ist, dass diese Leitung der Versorgung einer Villa rustica diente, deren Reste in Niederkastenholz nördlich der Kirche nachgewiesen sind. Die Stümpfe römischer Gussbetonpfeiler in der südlichen Kirchhofmauer und im südlich daran anschliessenden Gehweg können von einer Wasserleitung stammen. Sie befinden sich heute noch an ihrem ursprünglichen Standort.
Römische Funde in Niederkastenholz
34/35         km 43,2
Dem Laurentius-Brunnen ist in seiner heutigen Form sein römischer Ursprung nicht mehr anzusehen, allerdings ist der aus Sandstein gefertigte Brunnenkranz in Niederkastenholz noch erhalten. Das Gussmauerwerk beim Brunnen und jenseits der Strasse ist eindeutig römisch und und stand mit den Bauten einer nördlich der Kirche nachgewiesenen Villa rustica in Verbindung. In der Kirche St.Laurentius ist Baumaterial aus dem Abbruch der Eifelwasserleitung nach Köln mehrfach verwendet worden. Schon bei der Stufe im Eingang zum Kirchhof handelt es sich um eine Sinterplatte, die aus der Kalkablagerung in der Eifelwasserleitung gefertigt worden ist. Auch in der Kirche findet man dieses Material noch mehrfach verwendet, z.B. für eine Ruhebank in der Eingangshalle

Quelle: Klaus Grewe/Der Römerkanal-Wanderweg, Ein archäologischer Wanderführer, DCM-Verlag


Euskirchen Palmersheim
Trasse der römischen Eifelwasserleitung bei Euskirchen-Palmersheim
36         km 45,5-8
In früheren Zeiten spielte der Verlauf der römischen Eifelwasserleitung nach Köln auch bei der Gliederung des ländlichen Raumes eine Rolle. Da sich selbst bei unterirdischem Verlauf der Leitung der römische Begleitweg noch jahrhundertelang erhalten hatte, bediente man sich dieses deutlichen und eindeutigen Geländemerkmales gern bei der Festlegung von Gemeindegrenzen. Aber auch der Begleitweg selbst war an vielen Orten noch bis in unsere Zeit in Nutzung gehalten worden. Durch Flurbereinigung und kommunale Neuordnung sind diese Wege und Grenzen zwischenzeitlich aber oft verändert worden.
Der hier von Westen auf die unter Naturschutz stehende Kastanie zuführende Feldweg ist ein Relikt aus römischer Zeit: er verläuft unmittelbar neben der Trasse der römischen Wasserleitung.

Trasse der römischen Eifelwasserleitung bei Euskirchen, Forst Schornbusch
37         km 48,8
Der Villerücken war für die römischen Ingenieure das größte Hindernis bei Planung und Trassierung der Eifelwasserleitung. Dieser Bergrücken lag wie ein riesiger Sperrriegel quer zur auszubauenden Ideallinie zwischen Eifel und Köln. Auf dieser kürzesten Trasse wäre durch das Swisttal entweder eine Druckrohrleitung oder eine Aquäduktbrücke zu bauen gewesen; beide Bauwerke hätten auf eine Länge von 13 Kilometer im Tal einen Höhenunterschied von rund 30 Meter überwinden müssen. Eine weitere Möglichkeit hätte im Bau eines Tunnels durch den Villerücken bestanden.
Die zum Bau derartiger Anlagen erforderlichen Techniken wurden von den römischen Ingenieuren zwar voll beherrscht, erwiesen sich im Fall der Eifelwasserleitung aber als unwirtschaftlich. Die verwirklichte Lösung war genial einfach, obwohl sie die Trasse um rund 20 Kilometer verlängert hat: man führte die Leitung mit schwachem Gefälle so weit in das Swisttal hinein, bis eine Überquerung des Villerückens ohne technische Hilfsmittel möglich war.
Die Eifelwasserleitung verläuft 1,2 Kilometer nördlich von diesem Standort von West nach Ost; der Blick über das Swisttal auf den Villerücken zeigt die ganze Problematik bei der Trassenführung.

Quelle: Klaus Grewe/Der Römerkanal-Wanderweg, Ein archäologischer Wanderführer, DCM-Verlag

Punkt 37

Rheinbach-Rodderfeld
Trasse der römischen Eifelwasserleitung in Rheinbach, Rodderfeld
38         km 52,2
Vor der Planung des Siedlungsgebietes ,,Rodderfeld” ist durch eine archäologische Untersuchung der Trassenverlauf der römischen Wasserleitung festgestellt worden. Bei der Anlage des Wegenetzes wurde diese Trasse dann mit entsprechender Wegbezeichnung sichtbar gemacht, sie entspricht also dem Wegverlauf ,,Römische Wasserleitung”. Außer der Steinpacklage unter dem ehemaligen Kanalbauwerk war bei den Ausgrabungen nur noch der mittelalterliche Ausbruchgraben vorgefunden worden.

In ihrem weiteren Verlauf biegt die römische Wasserleitung in die Münstereifeler Straße ein; deren Ausrichtung ist ebenfalls mit der Kanaltrasse identisch.


Teilstück Rheinbach
Teilstück in Rheinbach

Im Swisttal

Teilstück der römischen Eifelwasserleitung in Rheinbach
39         km 53,5
Rheinbach ist eine der wenigen Städte, deren Gebiet von der Trasse der römischen Eifelwasserleitung voll durchfahren wird. Die Leitung bog vom Rodderfeld kommend auf das Stadtgebiet ein. Noch heute zeigen Münstereifeler Straße, Kriegerstraße und ,,Römerkanal” den ehemaligen Verlauf der Trasse in etwa an. Die Abmessungen und die Bauart des in Rheinbach durch mittelalterlichen Steinraub fast vollständig entfernten Bauwerkes werden in dem hier aufgestellten Teilstück sichtbar gemacht. Das Bauwerk musste in Mechernich-Breitenbenden einem Brückenbau weichen und ist dort im Jahre 1979 aus seinem unterirdischen Verlauf herausgenommen worden. Im Inneren des Teilstückes sind die Abdrücke der Schalbretter des Lehrgerüstes zum Bau des Gewölbes sichtbar sowie aus der Betriebszeit der Leitung die Kalkablagerungen auf der Sohle und den Wangen.

Quelle: Klaus Grewe/Der Römerkanal-Wanderweg, Ein archäologischer Wanderführer, DCM-Verlag

Bild links zeigt ein Teilstück des Römerkanals, welsches 2009 im Gewerbegebiet Rheinbach gehoben wurde, und  in unmittelbarer Nähe des authentischen Verlaufs der Eifelwasserleitung am  Kreisverkehr Bad Münstereifeler Str. / Aachener Str. und Vor dem Dreeser Tor in Rheinbach seinen neuen Standort erhielt.


Wasemer Turm
römischer Innenputz
Baumaterial aus der römischen Eifelwasserleitung - Wasemer Turm, Rheinbach
40         km 53,6
Der Wasemer Turm ist einer der ehemals acht Türme der mittelalterlichen Stadtbefestigung Rheinbachs, der neben dem Kallenturm und dem zur Burg gehörigen Hexenturm bis heute erhalten geblieben ist. Rheinbach war gegen Ende des 13.Jahrhunderts befestigt worden, wobei man die bereits bestehende Burganlage einbezogen hatte. Als Baumaterialien bevorzugte man die heimische Grauwacke und den gut erhaltenen Gussbeton der römischen Eifelwasserleitung, die unterirdisch das Rheinbacher Gebiet querte. Das Material der im 1.Jahrhundert n.Chr. erbauten Wasserleitung wurde im 12. und 13. Jahrhundert herausgebrochen und ein zweites Mal zum Bauen verwendet.   Im Rund des Wasemer Turmes kann man etwa in Brusthöhe zahlreiche Stücke der römischen Wasserleitung wiederfinden; an einem haftet gar noch der rötliche Innenputz (Opus signinum), mit dem die Leitung gegen Wasserverlust abgedichtet worden war.

Quelle: Klaus Grewe/Der Römerkanal-Wanderweg, Ein archäologischer Wanderführer, DCM-Verlag


Burg Rheinbach
Burg Rheinbach
römischer Gußbeton
Baumaterial aus der römischen Eifelwasserleitung - Burg Rheinbach
41         km 53,8
Im Hexenturm mit Torbogen und Umfassungsmauer sind die eindrucksvollsten Reste des mittelalterlichen Rheinbach zu sehen. Diese Bauwerke gehören zu der in der Hälfte des 12. Jahrhunderts errichteten Burg ; sie bildeten die Hauptburg, der in östlicher Richtung eine Vorburg vorgelagert war. Bei der Errichtung der Stadtbefestigung Ende des 13.Jahrhunderts hatte man diese Hauptburg in das Geviert der Stadtmauer einbezogen, sie schützte fortan die Südoststrecke der mittelalterlichen Stadt. Das gesamte noch erhaltene Ensemble ist zu großen Teilen aus Abbruchmaterial der römischen Eifelwasserleitung errichtet worden. Im Hexenturm sieht man den römischen Gussbeton besonders neben der Treppe in den Ansätzen der ehemals nach Westen abgehenden Mauer, in der Torburg in Sturz und Bogen über der Durchfahrt, während die Umfassungsmauern und die Grundmauern überwiegend aus diesem Material gebaut worden sind. Teilweise sieht man auch noch Reste des Innenputzes und der Kalksinterablagerung.

Quelle: Klaus Grewe/Der Römerkanal-Wanderweg, Ein archäologischer Wanderführer, DCM-Verlag


Punkt 42
Trasse der römische Eifelwasserleitung in Rheinbach, “ Römerkanal ”
42         km 54,4
Auf der Nordseite der Straße verlief in West-Ost-Richtung die römische Wasserleitung aus der Eifel nach Köln, die hier in einer Länge von 18 Meter freigelegt wurde. Der obere gewölbte Teil war ausgebrochen, so dass sich nur noch der untere U-förmige Trogteil fand. Dieser war von der benetzten Sohle gemessen bis 0,80 Meter Höhe erhalten. Die Wangenbreite betrug 0,30 Meter, die lichte Weite der Rinne 0,75 Meter. Die Bauwerkssohle war einschliesslich einer Stickung aus Grauwacken 0,27 bis 0,30 Meter stark. Die Rinne war im Inneren mit einem 0,02 Meter starken, festen weißen Putz versehen, dem eine 1 Millimeter starke rötliche, aus Ziegelmehl bestehende Feinschicht auflag. Dem Boden wie auch den Wänden haftete eine 0,03 Meter starke Kalksinterablage an, die an den Seitenwänden nach oben hin ausdünnte. Die Oberkante der Rinne lag 2,1 Meter unter der heutigen Oberfläche.

Punkt 43
Trasse der römischen Eifelwasserleitung auf der Grenze zwischen Rheinbach und Meckenheim
43         km 58,2
Beschreibung wie Punkt 36
Der Feldweg, der heute die Grenze zwischen Rheinbach und Meckenheim bildet, verläuft in etwa deckungsgleich mit der Trasse der römischen Eifelwasserleitung.

Aquäduktbrücke Swistbach
Die  ehemalige Aquäduktbrücke über den Swistbach zwischen Rheinbach und  Meckenheim
44         km 58,7-59,2
Die Trasse der römischen Eifelwasserleitung nach Köln war in das Swisttal hineingeführt worden, damit die Leitung den Villerücken mit eigenem Gefälle ohne technische Hilfsmittel überqueren konnte. Am Kopfende dieser Talausfahrung war zur Überleitung des Wassers über den Swistbach dennoch ein gewaltiges Brückenbauwerk erforderlich. Davon ist heute an der Oberfläche nur noch eine leichte Geländeerhebung auszumachen; allerdings kann man hier noch reichlich Bauschutt vom mittelalterlichen Abbruch der Brücke finden.

Eine archäologische Untersuchung im Jahre 1981 brachte das Fundament eines Pfeilers sowie die klar erkennbaren Ausbruchgruben von fünf weiteren Pfeilern zutage. Danach lässt sich das folgende Bild komplettieren: Die 1400 Meter lange Aquäduktbrücke führte ehemals auf fast 300 Bogenstellungen in bis zu 11 Meter Höhe das Eifelwasser über den Swistbach. Im 12. Jahrhundert wurde die Brücke abgebrochen, um das Material ein zweites Mal zum Bauen zu verwenden. In den Mauern von Gut Kapellen bei Swisttal-Dünstekoven finden wir beispielsweise nicht nur den römischen Gussbeton wieder, sondern darüber hinaus auch zahlreiche Handquadersteine aus Tuff, die nur von der Verkleidung der Aquäduktbrücke über den Swistbach stammen können.

Quelle: Klaus Grewe-Der Römerkanal-Wanderweg, Ein archäologischer Wanderführer, DCM-Verlag


Aquäduktpfeiler
Trasse der römischen Eifelwasserleitung bei Meckenheim-Lüftelberg
45         km 60,2
Breibung wie Punkt 37.
Dieser Standort befindet sich fast am Kopfende der Swisttal-Ausfahrung, die Brücke zur Überquerung des Tales bestand aus fast 300 Bogenstellungen bei einer Länge von rund 1400 Metern und einer Höhe von bis zu 11 Meter.

Das Denkmal in Bild links  stellt eine Rekonstruktion eines Pfeilers der oben beschriebenen Aquäduktbrücke dar,  und wurde erbaut durch den Heimatverein Meckenheim im Jahre 1999 mit Spenden von der Kreissparkasse in Siegburg, der Grafschafter Krautfabrik, der Volksbank Meckenheim, Wilhelm Ley Baumschulen und vielen Privatpersonen.


Burg Muenchhausen
Burg Muenchhausen

Burg Münchhausen bei Meckenheim-Adendorf

In der Umgebung von Adendorf wurden noch während der fränkischen Zeit Bauwerke ausgebaut. Westlich der Ortes errichteten die Mönche des Reichsklosters Prüm im 9. Jh. eine neuen strategisch wichtigen Hofverband, der den Namen “munichusen” erhielt, und erstmals 893 im Prümer Urban erwähnt wurde.

Auch in Burg Münchhausen wurde römischer Gussbeton aus der nahegelegenen Eifelwasserleitung nach Köln zum Bau verwand.


Pfarrkirche St.Peter Lüftelberg
Grabplatte der hi. Lüfthildis
Die Grabplatte der hi. Lüfthildis aus Kalksinter in Lüpftelberg bei Meckenheim in der Pfarrkirche St.Peter
46         km 60,7
Die katholische Pfarrkirche St.Peter war im 11./12. Jahrhundert als einschiffiger Kapellenbau errichtet worden, den man in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts erweitert und umgestaltet hat. Hier wird die Grabstätte der Volksheiligen Lüfthildis verehrt, die der Legende nach um 800 lebte und der der Ort auch seinen Namen verdankt. Das Grab der hl.Lüfthildis war ehemals mit einer sehr schönen Kalksinterplatte aus der römischen Eifelwasserleitung nach Köln abgedeckt. In jüngerer Zeit wurde die Grabplatte ausgewechselt; nach ihrer Renovierung im Rheinischen Landesmuseum Bonn ist sie heute wieder in einer Seitenkapelle der Kirche aufgestellt.  Kalksinter aus der Eifelwasserleitung war vornehmlich vom 11. bis 13. Jahrhundert ein begehrter Rohstoff für Säulen, Altar-und Grabplatten. Er ersetzte im schmucksteinarmen Mittelalter den Marmor und wurde bis in die Niederlande, nach Dänemark und Thüringen verhandelt. Kaum eine romanische Kirche in Köln, die nicht mit diesem Material ausgeschmückt worden ist.

Quelle: Klaus Grewe/Der Römerkanal-Wanderweg, Ein archäologischer Wanderführer, DCM-Verlag


Einstiegsschacht
Buschhoven 5

Die römische Eifelwasserleitung in Swisttal-Buschhoven

Aufschluss der römischen Eifelwasserleitung / Buschhoven Gaststätte ,,Zum Römerkanal”
47         km 65,9
Wohl über keinen anderen Aufschluss der römischen Eifelwasserleitung nach Köln ist in Presse, Funk und Fernsehen so viel berichtet worden, wie über den im Garten der Gaststätte mit dem beziehungsreichen Namen ,,Zum Römerkanal”. Das Besondere an diesem Aufschluss ist, dass man hier die Wasserleitung nicht - wie an den anderen Aufschlüssen - von der Seite einsehen kann, sondern dass dieses Kanalstück von oben zugänglich gemacht worden ist. An diesem modernen Einstiegschacht wird vorstellbar, wie in römischer Zeit die Inspekteure und Reparaturtrupps in die Leitung eingestiegen sein müssen. Ein echter Einstiegschacht war bei den Ausgrabungen am Forsthaus Buschhoven im Jahre 1938 gefunden worden, wurde danach aber wieder verschlossen.

Quelle: Klaus Grewe/Der Römerkanal-Wanderweg, Ein archäologischer Wanderführer, DCM-Verlag


Teilstück Buschhoven
Teilstück der römischen Eifelwasserleitung am Buschhovener Weiher
47a         km 65,5
Das hier zu sehende Teilstück wurde im Jahre 1989 in Hürth-Hermülheim geborgen. Es handelt sich um eine Rinne aus Gussbeton (Opus caementicium ) mit Kieseln als Zuschlags Material. Gegen Wasserverlust ist sie innen mit einem hydraulischen Putz ( opus signinum ) sorgfältig ausgekleidet worden. Dieser Putz hat eine rötliche Färbung, da er aus Mörtel mit einem Zuschlag aus zerstossenen Ziegeln besteht. Auf der Putzschicht haften noch Reste der Kalksinter-Ablagerung, die an anderer Stelle im Leitungsverlauf bis zu 0,30 m stark ist.

Die Gewölbeabdeckung ist aus originalem Material in authentischer Bauweise neu gesetzt worden. Die Leitung verlief ehemals aus Gründen des Frostschutzes untertägig.


Trasse der römischen Eifelwasserleitung bei Buschhoven, Standort hinter der Fussgängerbrücke
48         km 66,4
Die Trasse der Wasserleitung im Rücken, schauen wir von diesem Standort südwärts über das Swisttal. Dabei wird noch einmal die ganze Problematik der Trassenführung vor der Überwindung des Villerückens sichtbar.

Quelle: Klaus Grewe/Der Römerkanal-Wanderweg, Ein archäologischer Wanderführer, DCM-Verlag

Trasse bei  Buschhoven

Aufschluss Buschhoven
Aufschluss der römischen Eifelwasserleitung bei Swisttal-Buschhoven, Am Forsthaus
49         km 66,6
Beim Ausbau der Umgehungsstrasse Buschhoven (heute B 56 ) im Jahre 1937 war die römische Eifelwasserleitung nur zerstört vorgefunden worden. Zu Anschauungszwecken hatte man im Verlauf der Leitungstrasse nördlich der Fussgängerbrücke zwei Teilstücke der Leitung in die Böschung beidseitig der Straße verpflanzt, die zuvor an dieser Stelle im Wald ausgebaut worden waren. Die Leitungsstücke an der B56 wurden im Jahre 1948 gesprengt; dagegen hat man den Aufschluss hier erhalten können. Die Leitung liegt bei Buschhoven noch aussergewöhnlich tief in der Erde, da sie erst hier die höchste Stelle des Villerückens überwunden hat. Sie hat hier das Regelprofil von 0,74 Meter Breite und 1,05 Meter Höhe. Ihr Gefälle beträgt wegen der besonderen Probleme bei der Überquerung des Villerückens nur 0,12 Prozent.

Quelle: Klaus Grewe/Der Römerkanal-Wanderweg, Ein archäologischer Wanderführer, DCM-Verlag


Punkt 50

Im Kottenforst

Ausbruchgraben der röm. Eifelwasserleitung auf der Gemeindegrenze zwischen Swisttal und Alfter
50         km 68,6
In früheren Zeiten spielte der Verlauf der römischen Eifelwasserleitung nach Köln auch bei der Gliederung des ländlichen Raumes eine Rolle. Da sich selbst bei unterirdischem Verlauf der Leitung der römische Begleitweg noch jahrhundertelang erhalten hatte, bediente man sich dieses deutlichen und eindeutigen Geländemerkmales gern bei der Festlegung von Gemeindegrenzen. Aber auch der Begleitweg selbst war an vielen Orten noch bis in unsere Zeit in Nutzung gehalten worden. Durch Flurbereinigung und  kommunale Neuordnung  sind  diese Wege  und Grenzen zwischenzeitlich  aber oft  verändert worden.

Unter dem Schutz des Waldes hat sich hier im Kottenforst der durch den mittelalterlichen Ausbruch des Mauerwerkes entstandene Graben gut erhalten können. Dieser Grabenverlauf markiert eine uralte Gemeindegrenze, die selbst heute noch als Grenze zwischen Swisttal und Alfter Bestand hat.


Punkt 51
Aufschluss und Ausbruchgraben der römischen Eifelwasserleitung bei Alfter im Kottenforst
51         km 70,0
Auch in den Streckenabschnitten der römischen Eifelwasserleitung nach Köln, in denen das Mauerwerk größtenteils im Mittelalter ausgebrochen worden ist, sind einzelne Teilstücke des Bauwerkes noch erhalten geblieben. Der hier einzusehende Aufschluss lässt zwar nur einen Blick auf das Gewölbe über der Leitungsrinne zu, es wird hier aber dennoch eine besondere Eigenart im römischen Fernleitungsbau nördlich der Alpen sichtbar: Die in einem offenen Graben gebaute Leitung musste nach Fertigstellung des Baukörpers mit einer Schicht von rund 1 Meter Erdreich zur Frostsicherung überdeckt werden. 

Punkt 52
Ausbruchgraben der römischen Eifelwasserleitung bei Alfter im Kottenforst
52         km 70,5
Die in nachrömischer Zeit nicht mehr instand gesetzte Eifelwasserleitung nach Köln wurde im Mittelalter über weite Strecken als Steinbruch genutzt. In diesen Bereichen der Trasse ist heute nur noch ein Ausbruchgraben zu finden, der sich allerdings nur unter Wald, wie hier im Kottenforst, besonders gut erhalten konnte.   Das gebrochene Material wurde vornehmlich vom 11. bis 13. Jahrhundert n. Chr. beim Bau von Kirchen, Klöstern und Burgen des Rheinlandes wiederverwendet. In Gut Kapellen bei Dünstekoven, dem ehemaligen Kloster Schillings-Kapellen, ist im Mauerwerk an vielen Stellen der „Steinbruch Römerkanal” zu erkennen.   Der Ausbruchgraben kreuzt an diesem Standort schräg den Wanderweg.

Aufschluss und Ausbruchgraben der römischen Eifelwasserleitung bei Alfter im Kottenforst
53         km 71,4-72,1
Beschreibung wie unter Nr. 36.
Der Wanderweg führt hier über einen Waldweg, der sich ziemlich eng an den Verlauf der Wasserleitungstrasse anschmiegt. Dieser Weg hat eine lange Geschichte: In römischer Zeit diente er dem Bau und der Wartung der Wasserleitung – im Mittelalter dem Abtransport des ausgebrochenen Steinmaterials. 

Trasse der römischen Eifelwasserleitung bei Bornheim-Brenig
54         Km 75,1
Die römische Eifelwasserleitung nach Köln erreicht unweit von diesem Standort den östlichen Rand des Villerückens. Dieser Standort ermöglicht nicht nur einen herrlichen Ausblick über Bornheim auf das Rheintal, sondern macht auch ein besonderes Problem der römischen Ingenieure beim Bau der Eifelwasserleitung deutlich: Bei einem allmählichen Abstieg der Trasse in das Rheintal hätten zahlreiche Kurven und Bögen die Leitung erheblich verlängert. Um Baukosten zu sparen, wurde deshalb der Vorgebirgshang bis Waldorf mit rund 4,5 Prozent Gefälle abrupt durchfahren. Nach dieser Steilstrecke folgte man dem Fuß des Vorgebirges bis Hürth-Hermülheim auf einer relativ gestreckten Linie.
Bornheim Brenig

Trasse der römischen Eifelwasserleitung bei Bornheim-Waldorf
55         km 76,4
Das größte Hindernis beim Bau der römischen Wasserleitung nach Köln war der Villerücken, der einen Umweg in der Trassenführung von 20 Kilometer Länge bis weit in das Swisttal hinein erfordert hatte, Nach Überwindung der Ville durchfährt die Trasse den Vorgebirgshang mit starkem Gefälle und folgt ab Waldorf dem Fuß des Vorgebirges.

Dieser Standort bietet ein eindrucksvolles Panorama. Der Blick über die Kölner Bucht mit dem Zielpunkt der Wasserleitung aus der Eifel lässt uns den Weg der Wasserleitungstrasse nachvollziehen: Dem Fuß des Vorgebirgshanges folgt die Leitung bis Hürth-Hermülheim, danach durchfährt sie auf einer rund 8,6 Kilometer auf Pfeilern geführten Hochleitung die Talsenke vor der Stadt. Sie erreichte die Stadtmauer des antiken Köln in der Nähe des Neumarktes.

Quelle: Klaus Grewe/Der Römerkanal-Wanderweg, Ein archäologischer Wanderführer, DCM-Verlag

Bornheim Waldorf

Baumaterial aus der römische Eifelwasserleitung in Bornheim-Hemmerich, Alter Friedhof
56         km 78,4
Die Umfassungsmauer des alten Friedhofes nahe der Burgruine und der Kirche von Hemmerich ist zu großen Teilen aus dem Abbruchmaterial der römischen Eifelwasserleitung nach Köln erbaut worden, Besonders im Bereich hinter der Friedhofskapelle ist der ”Steinbruch Römerkanal” als Herkunft des Baumaterials hervorragend zu erkennen: Dem römischen Gussbeton haftet noch rötlicher Innenputz (Opus signinum) an, mit dem die Wasserleitung ehemals abgedichtet worden war; daran wiederum haftet teilweise sogar noch die Kalksinterablagerung aus der Leitung.
Es war vornehmlich eine in der Zeit vom 11. bis 13. Jahrhundert geübte Praxis, in Ermangelung anderen Steinmaterials den Römerkanal abzubrechen und das Material ein zweites Mal zum Bauen zu verwenden. Wir finden dieses Material in vielen romanischen Bauten des Rheinlandes wiederverwendet.

Quelle: Klaus Grewe/Der Römerkanal-Wanderweg, Ein archäologischer Wanderführer, DCM-Verlag

Der im Text genannte archäologische Befund kann nicht besichtigt werden, da das Eingangstor des alten Friedhofs verschlossen ist.


Trasse der römischen Eifelwasserleitung bei Bornheim-Hemmerich
57         km 78,6
Beschreibung wie unter Nr. 55.
 
Bornheim Hemmerich

Bornheim Walberberg
Trasse der römischen Eifelwasserleitung bei Bornheim-Walberberg
58         km 82,6
Beschreibung wie unter Nr. 55.
 
An diesem Standpunkt ist durch die  Bebauung in jüngerer Zeit die Aussicht versperre.

Walberberg
Walberberg
Aufschluss der röm. Eifelwasserleitung in Bornheim-Walberb Hauptstraße geg. Haus-Nr. 90
59         Km 83,2
Beim  Ausbau der Hauptstraße, die heute tiefer liegt als das ursprüngliche Gelände, wurde die römische  Wasserleitung streckenweise abgetragen. Ein kurzes Teilstück hat sich aber an seinem originalen Standort erhalten können: Bei der Stützmauer zur Hauptstraße des  Grundstücks Frongasse 50 handelt es sich in ihrem Kern  um nichts anderes als um Reste der römischen Eifelwasserleitung nach Köln. An Stellen, wo das  Mauerwerk frei von Verputz ist, sehen wir den römischen  Gussbeton, dem teilweise noch der rötliche Innenputz (Opus signinum) anhaftet, mit dem die Leitung ehemals  gegen Wasserverlust abgedichtet war.

Teilstück Walberberg
Freilegung 1966 Walberberg
Teilstück der römischen Eifelwasserleitung in Bornheim-Walberberg
60         km 83,4
Dieses Teilstück aus dem Verlauf der römischen Eifelwasserleitung nach Köln ist beim Bau des Hauses Hauptstrasse 81 im Jahre 1965 geborgen und hier wieder aufgestellt worden. Es zeigt die für das Vorgebirge typische Bauart des Römerkanals: Eine rinne aus Gussbeton war innen mit rötlichem Putz (opus signinum) abgedichtet und danach mittels eines Gewölbes abgedeckt worden. Die Leitung lag ehemals in frostfreier Tiefe im Erdreich.

Quelle: Klaus Grewe/Der Römerkanal-Wanderweg, Ein archäologischer Wanderführer, DCM-Verlag

Bild links zeigt die Freilegung und Ausbau der römischen Eifelwasserleitung nach Köln im Jahr 1966 in Bornheim-Walberberg.

Quelle: Buch/ Die Römer in Nordrhein-Westfalen


Hexenturm Walberberg
Baumaterial aus der römischen Eifelwasserleitung in Bornheim-Walberberg
61         km 83,5
Der Hexenturm in Walberberg

Der Turm stammt aus der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts und wurde erstmals 1388 urkundlich erwähnt, eine Urkunde von 1384 bezeichnet den Turm als Wohnturm des Herren Holtorp. Knappe Konrad von Holtorp verkaufte den Hof beim „Turme" an das Kölner Domstift, es heisst auch das es sich um einen Fronhof handelte auf dem jährlich das Hofgericht abgehalten wurde. Später soll der Turm zur Aufnahme von Gefangenen gedient haben. Der Name Hexenturm taucht erstmals 1817 auf, jedoch gibt es für den Namen keinen historischen Beweis.

Bis zur Säkularisation 1803 gehörte der Turm dem Domkapitel von Köln. Spätere Besitzer waren ein gewisser Geuer, Scheben, Baumeister Weyer aus Köln und ein Trimbom. Als der Pfarrer von St. Walburga den Turm im 19. Jahrhundert zum Bau einer Kirchenmauer abreissen lassen wollte, bat der königliche Landrat von Sandt die königliche Regierung in Köln (heute Bezirksregierung Köln) das Bauwerk zu kaufen um es zu erhalten. Die Königl. Regierung berichtete ihrerseits König Friedrich Wilhelm IV. die erforderlichen Mittel bereit zu stellen. Der König stellte die Mittel bereit und so wurde der Turm per Vertrag am 09. September 1858 gekauft. Als Rechtsnachfolger ist heute das Land NRW Eigentümer und die Verwaltung obliegt der Bezirksregierung Köln.

Der Turm hat einen Außendurchmesser von ca. 8,00 Meter und eine Höhe (ohne Dach) von ca. 18,00 Metern. Der Sockel besteht aus Grauwacke, Basaltblöcken und Fragmenten römischer Dachziegel. Das Hauptmaterial des Rundturms ist wieder verwendetes römisches Gusswerk (Römischer Beton) aus dem durch Walberberg führenden Römerkanal, der im 1./2. Jahrhundert nach Chr. die Wasserversorgung von der Eifel nach Köln sicherte. Bemerkenswert sind Befunde von fragmentarischen Wandmalereien von unbekanntem Alter.

Die Unterschutzstellung des Turmes erfolgte am 20.02.1984. Derzeit steht der Turm als Wahrzeichen von Walberberg leer und wird von verschiedenen Vögeln als Nist- und Brutplatz genutzt. In den letzten beiden Jahren wurde der Turm innen wie außen saniert und es wurden 3 begehbare Zwischenebenen eingebaut.

Textquelle: Flyer vom Tag des offenen Denkmals am 09.09.2007 in Walberberg

Normalerweise ist der Turm für die Öffentlichkeit nicht zugänglich !

weiter Info bei: walberberg.info/html/hexenturm.html


Trasse der röm. Eifelwasserleitung in Bornheim-Walberberg, oberhalb der Rheindorfer Burg
62         km 85,0
Beschreibung wie unter Nr. 55.
Walberberg, Oberhalb Rheindorfer Burg

Wasserturm Pingsdorf
Wasserturm bei Brühl
63         km 92,2
Der Brühler-Wasserturm liegt am Rande des Römerkanal-Wanderweges und ist ein neuzeitliches Zeugnis der Wasserversorgung unserer Tage. Dieser Wasserturm wurde 1950 von den Brühler Stadtwerke gebaut, und im Nov.1951 in Betrieb genommen. Im Restaurant des Wasserturmes gab es Zeitweise eine Fotoausstellung, die dem Besucher die Wasserversorgung aus römischer Zeit darlegte. Diese Ausstellung ist zur Zeit leider nicht mehr zu besichtigen.

Technische Daten des Wasserturmes

Baubeginn:

1950

Fertigstellung und Inbetriebnahme

1951

Inhalt des Reinwasserbehälters

1500m³ = 1,5 Mio.Liter

Bauherr

Stadtwerke Brühl

Architekt

Dipl.Ing. Wolfgang Beyer

Stahlträger-Gerüstbauweise mit Klinkermauerwerkauskleidung und Verblendung

 

Außenabmessungen:

14,80m x 14,80m

Höhe des Gebäudes

45,00 m


Burgruine Fischenich
Gussbeton  Burgruine Fischenich
Putzstücke  Burgruine Fischenich

In der Kölner Bucht

Baumaterial aus der römischen Eifelwasserleitung - Burgruine Hürth-Fischenich
64         km 100,3
Die Burg Fischenich war im 12/13. Jahrhundert erbaut worden; Herren der Burg waren die Ritter gleichen Namens. In den erhaltenen Resten des Burgmauerwerks ist deutlich sichtbar, wo das Material zum Bau der Burg im Mittelalter gewonnen worden ist. Wir erkennen Blöcke von Gussbeton, denen ein rötlicher Verputz (Opus signinum) mitsamt einer Kalkablagerungsschicht anhaftet. Das macht deutlich, dass es sich bei diesem Material um wiederverwendete Teilstücke der römischen Eifelwasserleitung nach Köln handelt. Der Römerkanal war im hohen Mittelalter ein beliebter Steinbruch, denn es war anscheinend einfacher, das antike Bauwerk abzubrechen, um das Material ein zweites Mal zu verwenden, als einen neuen Steinbruch anzulegen.

Die Burg wurde bei den Kämpfen im Truchseßschen Krieg (1584 ) zerstört,  und ist seitdem Ruine.

Quelle: Hinweistafel an der Burgruine

In Bild link ist der rötliche Innenputz (Opus signinum) der römischen Eifelwasserleitung gut zu erkennen.

plus

Trasse der römischen Eifelwasserleitung Hürth-Kendenich, Burg
65         km 101,0
Beschreibung wie unter Nr. 55.
Trasse am Vorgebirgshang

Trasse der röm. Eifelwasserleitung bei Hürth-Kendenich
66         km 101,6
Beschreibung wie unter Nr. 55.
Trasse am Vorgebirgshang

Teilstück Brabanter Platz

Der Römerkanal in Köln

Teilstück der römischen Vorgebirgsleitung nach Köln in Hürth, Brabanter Platz
67         103,3
Das römische Köln war schon am Anfang des 1. Jahrhunderts n. Chr. über eine bei der Quelle des Hürther Baches beginnende Fernwasserleitung mit Trinkwasser versorgt worden. An dieses System waren nach und nach weitere Quellen des Vorgebirgshanges angeschlossen worden, ehe es gegen Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. zum Bau der gro- ßen Leitung aus der Eifel kam. Der Bau der 95,4 Kilometer langen Eifelwasserleitung war notwendig geworden, da die Vorgebirgsquellen im Sommer nur wenig oder gar kein Wasser schütteten und zudem das kalkhaltige Wasser der Eifel dem römischen Geschmack näherkam.

Das hier aufgestellte Teilstück stammt aus dem Verlauf der so genannten Hürther Leitung, der ältesten der Kölner Wasserleitungen der Römerzeit.


Kreuzstrasse
Trasse der Römischen Vorgebirgsleitung nach Köln in Hürth, Kreuzstraße
68         km 103,4-104,3
In früheren Zeiten spielte der Verlauf der römischen Wasserleitungen nach Köln auch bei der Gliederung des ländlichen Raumes eine Rolle. Da sich selbst bei unterirdischem Verlauf der Leitung der römische Begleitweg noch jahrhundertelang erhalten hatte, bediente man sich dieses deutlichen und eindeutigen Geländemerkmales gern bei der Festlegung von Gemeindegrenzen. Aber auch der Begleitweg selbst war an vielen Orten noch bis in unserer Zeit in Nutzung gehalten worden. Durch Flurbereinigung und kommunale Neuordnung sind diese Wege und Grenzen zwischenzeitlich aber oft verändert worden.

Die Kreuzstraße verläuft auf langer Strecke (in der Karte grün eingezeichnet) parallel zum ältesten Strang der römischen Fernwasserleitung nach Köln, der so genannten Hürther Leitung. Ihr Verlauf entspricht in etwa dem des römischen Begleitweges neben der Leitung, der ursprünglich auch als Bau- und Wartungsstrasse diente.

Quelle: Klaus Grewe/Der Römerkanal-Wanderweg, Ein archäologischer Wanderführer, DCM-Verlag


Rathaus Hürth
Teilstück der römischen Eifelwasserleitung Hürth, Rathaus
69         km 104,7
In Hürth-Hermülheim lag in römischer Zeit ein wichtiger Knotenpunkt der Wasserleitungen zur Versorgung der antiken Großstadt Köln. Köln war in der ersten Hälfte des 1. Jahrhunderts n. Chr. über eine bei der Quelle des Hürther Baches beginnende Fernwasserleitung versorgt worden. An diese Leitung waren nach und nach vier weitere Quellen im Vorgebirgshang angeschlossen worden, zudem hatte man die Leitung in einer zweiten Bauphase aufgestockt und als Hochleitung bis an die antike Stadtmauer geführt. Der Sammelpunkt der Leitungen und der Beginn der Hochleitung lassen sich aufgrund archäologischer Befunde in der Südecke der ehemaligen Hermülheimer Burg festlegen.  Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. baute man die 95,4 Kilometer lange Wasserleitung in die Eifel, um eine beständigere Wasserversorgung zu gewährleisten. Auch die Eifelleitung war am oben beschriebenen Sammelpunkt an die bestehende Vorgebirgsleitung angeschlossen worden. Das hier zu sehende Teilstück stammt aus dem Verlauf der Eifelleitung, durch die ehemals täglich 20 000 Kubikmeter Trinkwasser nach Köln transportiert wurden. Das Stück ist 1982 an der Luxemburger Straße in Hermülheim geborgen worden. 

altes Burggelände
Trasse der römischen Wasser- leitungen nach Köln in Hürth-Hermülheim, Burggelände
70         km 105,2
Der Wasserversorgung des antiken Köln diente Anfang des 1. Jahrhunderts n. Chr. eine an der Quelle des Hürther Baches beginnende Fernwasserleitung. Nach und nach bauten die Römer weitere Leitungen von den Quellen bei Berrenrath, Aldenrath, Frechen und Bachem, die hier bei der (späteren) Hermülheimer Burg an die ältere Hürther Leitung angeschlossen wurden. Nach der Erhebung Kölns zur Kolonie (50 n. Chr.) wurde die zur Stadt führende Leitung aufgestockt; nunmehr floss das Wasser in einer imposanten, auf Bögen geführten Hochleitung. Reste dieser doppelstöckigen Leitung, die ebenfalls hier an der Burg begann, können hinter der Hermülheimer Realschule heute noch besichtigt werden.

Als weitere Leitung wurde, wiederum hier an der Burg, die gegen Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. gebaute Eifelwasserleitung an die bestehende Sammelleitung angeschlossen. Diese 95,4 Kilometer lange Wasserleitung versorgte die Stadt mit täglich rund 20 000 Kubikmeter Trinkwasser.


Hochleitung nach Köln
Hochleitung nach Köln
Aufschluss der römischen Wasserleitung nach Köln - in Hürth-Hermülheim
71         km 106,2
Die bei der Burg von Hermülheim beginnende Sammelleitung für das Wasser von fünf Quellen im Vorgebirgshang war vermutlich nach der Erhebung Kölns zur Kolonie (50 n. Chr.) aufgestockt worden. Auf diese Weise erreichte man in Köln eine größere Versorgungshöhe und konnte die Leitung zudem bis an die neue Stadtmauer heranführen. Bei den hierfür erforderlichen Baumaßnahmen wurde die ältere Leitung als Substruktion benutzt: man setzte deren Rinne mit Tuffquadern zu und errichtete darauf die Pfeiler für die auf Bogenstellungen geführte Hochleitung. In deren Rinne wurde auch das Wasser der gegen Ende des 1.Jahrhunderts n.Chr. angeschlossenen Eifelwasserleitung transportiert.

Der hier einsehbare Befund wurde im Jahre 1962 freigelegt; die Rinne oberhalb der Bogenscheitel ist rekonstruiert worden, der Rest ist Originalbefund.

Quelle: Klaus Grewe/Der Römerkanal-Wanderweg, Ein archäologischer Wanderführer, DCM-Verlag


Efferen Berrenrather Strape
Trasse der Wasserleitung nach Köln in Hürth-Efferen,  Berrenrather Straße
72         km 107,0-111,3
Die Berrenrather Straße ist in ihrem gesamten Verlauf von Hürth-Efferen bis Köln-Sülz identisch mit der Trasse der römischen Wasserleitung nach Köln (in der Karte grün eingezeichnet). Diese versorgte das antike Köln in einer ersten Bauphase ( erste Hälfte des 1.Jahrhunterts n.Chr.) aus der Quelle des Hürther Baches. Nach der Gründung der Colonia Claudia Ara Agrippinensium ( CCAA;50 n.Chr.) wurden weitere Quellen im Vorgebirge erschlossen; zudem wurde die Leitung ab Hermülheim aufgestockt.

Ende des 1.Jahrhunderts n.Chr. war an dieser Hochleitung auch noch die insgesamt 95,4 Kilometer lange Leitung aus der Eifel angeschlossen worden. Nun erreichten täglich rund 20000 Kubikmeter bestes Trinkwasser aus den Quellen bei Mechernich und Nettersheim die CCAA.

Die 8,6 Kilometer lange Hochleitung vor den Toren der antiken Stadt war einst sicherlich ein imposantes Bauwerk, von dem heute nur noch der Pfeilerrest vor dem Haus Berrenrather Straße 436 zeugt. Bei Kanalarbeiten waren in den vergangenen Jahrzehnten aber wiederholt eindrucksvolle Reste dieser Aquäduktbrücke ans Tageslicht gekommen. Die Berrenrather Straße ist eindeutig römischen Ursprungs, sie diente u.a. als Bau- und Wartungsstraße für die römische Wasserleitung.

Quelle: Klaus Grewe/Der Römerkanal-Wanderweg, Ein archäologischer Wanderführer, DCM-Verlag


Absetzbecken Köln-Klettenberg
Absetzbecken Köln-Klettenberg
Teilstück aus Köln-Hermülheim
Absetzbecken der römischen Wasserleitung nach Köln - vor Köln-Klettenberg / Berrenrather Straße
73         km 108,7
Dieses Absetzbecken wurde im Jahre 1927 bei Regulierungsarbeiten am Duffesbach angeschnitten und
archäologisch untersucht. Es handelt sich um ein ehemals in die älteste Vorgebirgsleitung integriertes Kleinbauwerk, das zweierlei Funktionen zu erfüllen hatte. Zum einen konnte hier das aus dem Vorgebirge kommende Wasser geklärt werden: Schwebstoffe, die im Wasser mitgeführt wurden, konnten sich aufgrund der verringerten Durchflussgeschwindigkeit im Becken ablagern und von Zeit zu Zeit durch Öffnen der in Bodenhöhe befindlichen Spülschleuse entfernt werden. Zum anderen war hier die anschliessende Leitung, die in der ältesten Bauphase ab hier oberirdisch geführt worden war, für Reparaturarbeiten abzusperren und trockenzulegen gewesen.  Bei der Aufstockung der Leitung in der zweiten Bauphase nach 50 n.Chr. wurde dieses Becken ausser Betrieb gesetzt und diente nur noch als Substruktion für einen Pfeiler der neuen Hochleitung, die ihren Anfang bei Hermülheim hatte. In dieser Leitung wurde ab Ende des 1. Jahrhunderts n.Chr. dann auch das über eine 95,4 Kilometer lange Leitung aus der Eifel kommende Wasser nach Köln transportiert.    

Quelle: Klaus Grewe/Der Römerkanal-Wanderweg, Ein archäologischer Wanderführer, DCM-Verlag

 An diesem Standort finden sie auch ein Teilstück der Eifelwasserleitung aus Köln-Hermühlheim.

 


Pfeilerrest der Hochleitung
Pfeilerreste der römischen Wasserleitung nach Köln
74         km 109,5
In diesem Pfeilerstumpf  haben wir einen Rest der römischen Trinkwasserleitung vor uns. Schon die älteste Leitung aus dem Vorgebirge war ab dem Klärbecken im Grüngürtel als Hochleitung geführt worden, die in einer zweiten Bauphase aber aufgestockt wurde.  Auch diese bei Hermülheim beginnende Hochleitung diente anfangs noch der Wasserversorgung aus dem Vorgebirge; nach Anschluss der Eifelwasserleitung gegen Ende des 1. Jahrhunderts n.Chr. konnte ihre Tagesleistung auf 20000 Kubikmeter gesteigert werden.   Dieser Pfeiler stand ursprünglich in der gegenüberliegenden Fahrbahnhälfte und ist im Jahre 1963 aus verkehrstechnischen Gründen an seine jetzigen Standort versetzt worden.

Quelle: Klaus Grewe/Der Römerkanal-Wanderweg, Ein archäologischer Wanderführer, DCM-Verlag


Trasse der römischen Wasserleitung nach Köln in Köln-Sülz, Berrenrather Straße
75         km 107,7-111,3
Beschreibung wie Nr.72

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